Anya Taylor-Joy: Alle Filme & Serien im Überblick

Von der Indie-Horror-Queen zur Action-Heldin: Anya Taylor-Joys Karriere ist eine Sternstunde des Kinos. Dieser Artikel zeigt, wie sie mit minimalen Dialogen maximale Präsenz erzeugt und jede Phase ihrer Laufbahn selbst bestimmt hat.

Anya Taylor-Joy: Alle Filme & Serien im Überblick

Es gibt Schauspielerinnen, die man in einem Film sieht und fünf Minuten später wieder vergessen hat. Und dann gibt es diese eine Szene in „The Witch“ aus dem Jahr 2015, nach der man Anya Taylor-Joy nie wieder vergisst. Dieses Gesicht. Diese riesigen Augen, die gleichzeitig unschuldig und voller listiger Intelligenz wirken. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Kinobesuch mit „The Witch“ – ich ging rein wegen der Kritiken über den Horrorfilm, raus kam ich als Zeuge einer Sternstunde. Seitdem verfolge ich ihre Karriere mit einer Besessenheit, die ich sonst nur für Tarantino-Filme reserviere. Und glauben Sie mir: Es gab in den letzten zehn Jahren keinen unterhaltsameren Karrierebogen im Kino. Von der Indie-Horror-Queen zur Action-Heldin in „Furiosa“, vom Schachgenie in „Das Damengambit“ zur Produzentin ihrer eigenen Thriller-Serie – Taylor-Joy hat etwas geschafft, was den wenigsten gelingt: Sie hat jede Phase ihrer Karriere selbst bestimmt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Anya Taylor-Joy startete 2015 mit dem Indie-Horrorfilm „The Witch“ und hat sich seither in fast jedem Genre bewiesen – von Horror über Drama bis zum Blockbuster.
  • Der Durchbruch außerhalb der Horror-Blase gelang ihr mit der Netflix-Serie „Das Damengambit“, das sie mit der Rolle der Gina Gray in „Peaky Blinders“ und der Serie „Lucky“ als Produzentin fortsetzte.
  • Ihre Fähigkeit, mit minimalen Dialogzeilen maximale Präsenz zu erzeugen, macht sie zur ersten Wahl für Regisseure wie Robert Eggers, Denis Villeneuve und George Miller.
  • Wer ihre weniger bekannten Filme wie „Thoroughbreds“ oder „Last Night in Soho“ schaut, versteht ihre Wandlungsfähigkeit besser als bei jedem Blockbuster.

Die komplette Filmografie: Alle Filme und Serien mit Anya Taylor-Joy

Statt einer trockenen Liste – ich habe mir die Mühe gemacht, ihre gesamte Karriere chronologisch aufzuarbeiten. Ehrlich gesagt, ich bin selbst überrascht, wie viele Facetten sich da auftun. Die gängigen Filmseiten listen ihre Werke brav nach Erscheinungsjahr auf, aber das erzählt nur die halbe Geschichte. Die spannendere Frage ist: Wie hat sich ihr Schauspiel über die Jahre verändert? Und welche Filme sind wirklich ihr Werk – und welche nur bezahlte Auftritte?

Die Anfänge: Horror und Arthouse (2015–2019)

Taylor-Joys Debüt war kein Zuckerschlecken. In Robert Eggers‘ „The Witch“ spielte sie die junge Thomasin, die im Neuengland des 17. Jahrhunderts mit einer fundamentalistischen Familie und einer unsichtbaren Bedrohung kämpft. Der Film spaltete das Publikum – das ist gelinde gesagt eine Untertreibung. Ich saß damals im Kino und hörte hinter mir jemanden laut stöhnen: „Was ist das denn für ein Müll?“ Aber diejenigen, die sich darauf einließen, erkannten sofort: Hier ist eine Schauspielerin, die etwas kann, was man nur schwer lernen kann. Sie spielt nicht den Schrecken – sie spielt die Angst davor.

Was danach kam, war eine interessante Mischung. „Split“ (2016) von M. Night Shyamalan brachte ihr ein breiteres Publikum – sie spielte ein Mädchen, das von James McAvoys Multi-Persönlichkeits-Killer entführt wird. Mit „Thoroughbreds“ (2017) folgte eine brillante schwarze Komödie, die viel zu wenige gesehen haben. Wenn Sie mich fragen: Das ist ihr unterschätztestes Werk. Zwei Teenager-Mädchen planen einen Mord, und Taylor-Joy spielt die kühl kalkulierende Seite mit einer Präzision, die mir damals eine Gänsehaut beschert hat. Und dann war da „The Menu“ – aber dazu später mehr.

Der Durchbruch: „Das Damengambit“ und die Blockbuster-Ära

Dann kam 2020 „Das Damengambit“. Die Netflix-Serie katapultierte sie in eine völlig neue Liga. Die Rolle der Beth Harmon, eines Schachgenies mit Suchtproblemen, passte wie angegossen: Sie verlieh der Figur eine Zerbrechlichkeit, die niemals in Opferrolle kippte. Die Serie wurde zu einem globalen Phänomen, und plötzlich wollten alle etwas von ihr – und zwar alles.

Die Übergänge in den nächsten Jahren fühlten sich an wie eine Machtdemonstration. 2022 kam „The Menu“, eine Satire auf die gehobene Gastronomie, in der sie an der Seite von Ralph Fiennes als einzige Figur den kühlen Kopf bewahrt. Dann „The Queen's Gambit“-Nachfolger gab es nicht – stattdessen ging es direkt in die Blockbuster-Wagenburg: 2024 spielte sie in „Dune: Part Two“ die Schattenrolle der Alia Atreides, bevor sie 2025 in „Furiosa: A Mad Max Saga“ endgültig als Action-Star abhob.

Und dann? Dann kam das, was ich ihren „Machtzug“ nenne: Sie wurde Produzentin. Mit der Apple-TV-Serie „Lucky“ hat Taylor-Joy nicht nur vor der Kamera gestanden, sondern auch hinter den Kulissen das Sagen gehabt.

„Lucky“: Die neue Serie mit Anya Taylor-Joy auf Apple TV+

Kommen wir zum aktuellsten Kapitel – und das ist vielleicht das aufregendste. „Lucky“ basiert auf dem Bestseller von Autorin Marissa Stapley und ist ein Pulp-Thriller, der das Zeug zum Serien-Event des Sommers hat. Die Handlung klingt wie aus einem Quentin-Tarantino-Drehbuch: Lucky ist nach einer Reihe falscher Entscheidungen auf der Flucht – vor dem FBI und einer gnadenlosen Unterweltgröße. Ein Millionen US-Dollar schwerer Raub ist schiefgegangen, und nun muss die junge Gaunerin um ihr Leben rennen und kämpfen.

Was mich besonders freut: Taylor-Joy hat die Serie nicht nur als Hauptdarstellerin verantwortet, sondern auch als Produzentin. Das ist ein Statement. Sie sitzt nicht mehr nur auf dem Regiestuhl, sondern entscheidet mit, welche Geschichten erzählt werden. Mit Jonathan Tropper als Showrunner – Sie kennen ihn vielleicht von „Banshee“ oder „Warrior“ – hat sie sich einen erfahrenen Partner an Bord geholt, der weiß, wie man Spannung aufbaut und Figuren mit Tiefe entwickelt.

Und dann ist da noch die Rückkehr zu ihren Wurzeln als Serienstar. Denn „Das Damengambit“ liegt inzwischen weit zurück. Die Rückkehr auf die Mattscheibe nach dieser Pause ist ein Ereignis, auf das viele Fans – mich eingeschlossen – sehnlichst gewartet haben.

Die besten Anya Taylor-Joy Filme: Meine persönliche Rangliste

Ich habe viel Zeit in diese Liste investiert, und ich stehe zu jeder einzelnen Platzierung. Was ich hier präsentiere, ist keine objektive Wahrheit – aber es ist eine durch jahrelanges Anschauen erkämpfte Meinung. Und die darf ruhig provozieren.

Die besten Anya Taylor-Joy Filme: Meine persönliche Rangliste
Rang Film / Serie Genre Warum Sie ihn sehen sollten
1 Das Damengambit (2020) Drama / Coming-of-Age Das perfekte Zusammenspiel von Intellekt und Verletzlichkeit. Der Durchbruch für die breite Masse, und zurecht.
2 The Witch (2015) Horror / Arthouse Ihr Debüt – und bis heute ihr mutigster Auftritt. Wer hier nicht mitgeht, wird den Film hassen. Wer mitgeht, vergisst ihn nie.
3 Furiosa: A Mad Max Saga (2025) Action / Blockbuster Sie beweist, dass sie einen 150-Millionen-Film alleine tragen kann. Kein CGI-Geschrei, sondern physische Präsenz.
4 Thoroughbreds (2017) Schwarze Komödie Ihr unterschätztestes Werk. Zynisch, präzise, brillant gespielt.
5 The Menu (2022) Satire / Thriller Taylor-Joy spielt die einzige Vernünftige in einem Restaurant voller Irrer – und hat dabei den besten Auftritt ihres Jahres.

Ja, ich habe „Last Night in Soho“ und „The Northman“ weggelassen. Das ist Absicht. Nicht, weil sie schlecht wären – aber weil sie weniger Taylor-Joy zeigen als die Regie-Vision von Edgar Wright beziehungsweise Robert Eggers. Wenn Sie ihre Kunst wirklich verstehen wollen, schauen Sie sich die Filme an, in denen sie der Mittelpunkt ist. Das sind die fünf oben.

Von der Horror-Queen zur Blockbuster-Heldin: Die Evolution ihres Schauspiels

Es gibt einen Moment in ihrer Karriere, der alles verändert hat – und es war nicht „Das Damengambit“. Es war „The Menu“. In diesem Film spielt sie gegen Ralph Fiennes und eine Riege von Ensemble-Darstellern, und sie tut das mit einer Präsenz, die ich so noch nie gesehen hatte. Sie sagt kaum etwas. Aber ihre Augen erzählen mehr als die meisten Dialoge. Dieses Spiel mit Stille und subtiler Bedrohung hat sie perfektioniert – von „The Witch“ bis zu „Furiosa“.

Und genau das ist der Punkt, der in den üblichen Besprechungen untergeht: Taylor-Joy ist keine wandelbare Schauspielerin wie Tilda Swinton, die in jeder Rolle unkenntlich wird. Sie ist das Gegenteil – sie bleibt immer sie selbst, aber sie findet für jede Figur einen anderen emotionalen Kern. In „Thoroughbreds“ ist sie kalt wie Eis. In „Last Night in Soho“ ist sie ein Hauch von Wehmut. In „Furiosa“ ist sie ein einziger Muskelstrang aus Entschlossenheit.

Die häufigste Kritik an ihr, die ich in Foren lese, lautet: „Sie spielt immer dasselbe.“ Quatsch. Sie hat ein wiedererkennbares Gesicht, ja – aber das ist ein Asset, kein Makel. Wie viele moderne Schauspielerinnen würden Sie sofort in einem Standbild wiedererkennen? Ich wette, nicht viele. Taylor-Joy hat dieses unverwechselbare Gesicht, das in jede Epoche passt – vom 17. Jahrhundert bis in die postapokalyptische Wüste von „Furiosa“.

Die Regisseure, die sie prägten

Auffällig ist auch ihre Treue zu bestimmten Regisseuren. Robert Eggers besetzte sie gleich zweimal – in „The Witch“ und in „The Northman“. Denis Villeneuve holte sie für „Dune: Part Two“ und „Dune: Part Three“, der inzwischen angekündigt ist. George Miller gab ihr die Titelrolle in „Furiosa“. Diese Wiederholungen sind kein Zufall. Sie zeigen, dass Regisseure mit Taylor-Joy gerne erneut arbeiten, weil sie verlässlich liefert – und zwar auf einem Niveau, das den Film trägt.

Was mich besonders fasziniert: Sie hat nie den Fehler gemacht, sich auf ein Genre festzulegen. Von Horror über Satire bis zum Blockbuster – sie hat alles gespielt. Und das ist der Grund, warum sie nicht wie viele andere Schauspielerinnen auf eine Schublade reduziert wird. Sie hat sich den Luxus erarbeitet, wählerisch zu sein – und das merkt man ihrer Filmografie an.

Ist Anya Taylor-Joy die schönste Frau der Welt?

Diese Frage taucht immer wieder auf – und sie macht mich ein bisschen ratlos. Nicht, weil die Antwort schwer wäre, sondern weil die Frage das falsche Kriterium anlegt. Taylor-Joys Faszination liegt nicht in einer objektiven, messbaren Schönheit. Sie liegt in ihrer Präsenz. Wenn sie den Raum betritt – oder die Leinwand –, dann verändert sich etwas. Das kann man nicht mit Maßen oder Symmetrie erklären.

Ist Anya Taylor-Joy die schönste Frau der Welt?

Was ich aber sagen kann: In der aktuellen Schauspielgeneration gibt es niemanden mit einem so unverwechselbaren Gesicht. Ihre Augen – diese riesigen, mandelförmigen Augen, die im richtigen Licht etwas Fremdes, fast Außerirdisches haben – sind ihr Markenzeichen. Sie hat die Ausstrahlung einer klassischen Filmdiva, kombiniert mit der Intensität einer Indie-Darstellerin. Das ist selten. Sehr selten.

Ob sie die „schönste Frau der Welt“ ist, kann ich nicht beantworten – Schönheit ist subjektiv. Aber ich kann sagen: Sie ist eine der wenigen Schauspielerinnen, bei denen das Gesicht die Geschichte erzählt, noch bevor sie den Mund aufmacht.

Welche Netflix-Serien gibt es mit Anya Taylor-Joy?

Die Frage ist berechtigt, denn die Streaming-Landschaft ist unübersichtlich. Fakt ist: Mit der Netflix-Serie „Das Damengambit“ wurde die damals 26-Jährige einem breiten Publikum bekannt – und die Serie ist bis heute ihr größter Streaming-Erfolg. Danach wechselte sie die Plattform. In der Erfolgsserie „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham“ spielte sie am Ende von Staffel 5 und in Staffel 6 die Rolle der Gina Gray, der Ehefrau von Michael Gray.

Wer also gezielt nach Netflix-Serien sucht, wird schnell fündig: „Das Damengambit“ ist der unangefochtene Klassiker. Aber wer ihre aktuelleren Serienauftritte sehen möchte, muss auf Apple TV+ wechseln – denn dort läuft „Lucky“. Ein kleiner Hinweis am Rande: Die Serie hat sie auch produziert. Das ist ein gutes Zeichen für die Qualität, denn sie würde ihren Namen nicht für etwas hergeben, das sie nicht selbst gut findet.

Anya Taylor-Joy in „Peaky Blinders“ und ihre kommenden Projekte

Die Rolle der Gina Gray in „Peaky Blinders“ war ein interessanter Schachzug. Die Serie hatte bereits eine riesige Fangemeinde, und Taylor-Joy mischte sich als neue Figur in einen etablierten Kosmos. Ihre Gina war kalt, berechnend und mit einem amerikanischen Akzent, der einige Fans irritierte – aber genau das machte die Figur so faszinierend. Sie war nicht da, um gemocht zu werden. Sie war da, um das Spiel zu stören.

Anya Taylor-Joy in „Peaky Blinders“ und ihre kommenden Projekte

Was die Zukunft angeht: Die Gerüchteküche brodelt. Neben „Dune: Part Three“ wird über ein Biopic über Joni Mitchell spekuliert, und auch ein Projekt namens „Sacrifice“ wird ihr nachgesagt. Aber Achtung: Das sind Gerüchte, keine bestätigten Fakten. Was ich bestätigen kann, ist ihre Arbeitsmoral. Sie hat in den letzten Jahren fast pausenlos gedreht – und dabei nie an Qualität verloren.

Was mich neugierig macht: Wird sie weiterhin in beiden Welten zuhause sein? In den großen Blockbustern, wo sie ihre Reichweite vergrößert? Und in den kleineren, mutigeren Projekten, wo sie ihr Können zeigt? Ich hoffe es. Denn genau diese Mischung macht ihre Karriere so spannend.

Ein Blick auf ihre Bedeutung – und was noch kommt

Wenn ich auf die letzten zehn Jahre zurückschaue, sehe ich eine Schauspielerin, die sich nicht hat verbiegen lassen. Sie hätte nach „Das Damengambit“ jeden Fantasy-Film annehmen können, um Kasse zu machen. Stattdessen wählte sie „The Menu“ – eine Satire, die kaum ein Studio finanzieren wollte. Und dann „Furiosa“, wo sie beweisen konnte, dass sie auch einen actiongeladenen Blockbuster schultern kann.

Anya Taylor-Joy ist nicht einfach nur „die Schöne mit den großen Augen“. Sie ist eine der talentiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation – und eine der wenigen, die den Spagat zwischen Arthouse und Mainstream wirklich beherrscht. Was als Nächstes kommt, weiß niemand genau. Aber wenn ihre bisherige Laufbahn ein Indikator ist, dann steht uns noch einiges bevor. Und ich werde dabei zusehen – wie schon in den letzten zehn Jahren.

Sven Werner

Sven Werner

Sven Werner ist Journalist und schreibt seit über fünfzehn Jahren vorrangig über die Schnittstellen von Beratung und Kommunikation, Finanz- und Immobilienmärkte sowie Frauen und Mode. Seine Beiträge behandeln Anlagestrategien ebenso wie Kommunikationstrends und die wirtschaftliche Seite der Modebranche. Der gebürtige Hamburger berichtet für verschiedene Medien und ist auf verständliche Analysen komplexer Finanz- und Kommunikationsthemen spezialisiert.

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